Poetische Werke von Barbara Feuz
- ml
- vor 20 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Wunderbar poetisch die Rauminstallation von Barbara Feuz mit Insekten
aus fluoreszierenden Solarfäden, die angeleuchtet bei leichter Bewegung
in wechselnden Farben aus dem Raumdunkel hervortreten. (Badisches Tagblatt, 25.2.2023, Hans Dieter Fronz)
Barbara Feuz’ Arbeiten entspringen zumeist dem Experimentieren mit Licht und Zeit und damit verbundenen Assoziationen. Die Arbeit „Drosophila & Co“. zeigt Insekten, die vom Licht angezogen werden. Insekten sind einerseits Thema der gestickten Zeichnungen, kehren das Thema aber auch um. Die Insekten selber ziehen durch ihr Leuchten die Blicke der Betrachter im dunklen Raum an. (Aus dem Katalog der Ausstellung Art est métier, Fonds Régional d‘Art Contemporain Alsace, Sélestat /F)

Wer die Werke von Barbara Feuz betrachtet, lässt sich auf faszinierende, vielschichtige Welten ein. In Wandbildern, Objekten und Installationen verbindet sie unterschiedliche Medien und erschafft ein reiches Feld an Assoziationen und damit die Möglichkeit, ästhetische Erfahrungen zu gewinnen. Wie Sirenengesänge verführen die Arbeiten mit visuellen Qualitäten und öffnen sich zugleich in abgründiger Bedeutung.

Unverzichtbarer Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit ist das Zeichnen. Oszillierend zwischen Raum und Fläche bedeutet es für die Künstlerin Freiheit, visualisiertes Denken und Seelenbild zugleich, spontanes Realisieren und konzeptuelle Analyse. Sie erforscht damit sichtbare und unsichtbare Räume und erschafft neue Zwischenwelten. Im Zeichnen liegt für sie der Ursprung einer schöpferischen Welt. Duktus und Materialisierung zeigen sich in einer grossen Bandbreite. Linien können Felder aufspannen, Ornamente bilden, zu Geweben wachsen, als Spiel mit Fäden den Raum erobern und sich zu irisierenden Knäueln verdichten. Neben der Zeichnung sind es Textilien und Materialien, die die Künstlerin faszinieren und Eingang in ihre Installationen finden.
(Iris Kretzschmar lic. Phil.)

Die Arbeit «Changeant» irritiert den Blick des Betrachters durch den Anschein einer textilen Oberfläche, die sich beim intensiven Betrachten als gefaltetes Papier entpuppt.

Barbara Feuz lebt und arbeitet in Basel und Bern.
_Studium Innenarchitektur und Kunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz
und Kunsthochschule Berlin-Weissensee
_Arbeit in Architektur- und Designbüros.
_Lehrauftrag an der Schule für Gestaltung, Basel
Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Kanada.
Auszeichnungen
_Förderatelier im Atelierhaus Klingental, Kultur Basel-Stadt
_Atelierstipendium, Cité Internationale des Arts, Paris, Kanton BL
_Main Award, Internationale Biennale der Zeichnung, Pilsen/Tschechien
_Basler Künstlerstipendium
_Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA, für die Ausstellung Wachsen, Sammeln, Bauen in Berlin
und Vancouver/Canada

Barbara Feuz wird in der Ausstellung TEXIMUS 5 (18. Bis 22. März 2026) in der Altstadthalle Zug
die Installation «Dekonstruktion» zeigen.
Textzusammenstellung: Barbara Feuz
Fotos: Barbara Feuz




Kommentare