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Poetische Werke von Barbara Feuz

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Drosophila & Co. 2023, Zeichnungen aus lichtspeichernden Fäden, Ausstellung Art est métier 2022-23, Fonds Régional d‘Art Contemporain Alsace, Sélestat /F
Drosophila & Co. 2023, Zeichnungen aus lichtspeichernden Fäden, Ausstellung Art est métier 2022-23, Fonds Régional d‘Art Contemporain Alsace, Sélestat /F

Wunderbar poetisch die Rauminstallation von Barbara Feuz mit Insekten

aus fluoreszierenden Solarfäden, die angeleuchtet bei leichter Bewegung

in wechselnden Farben aus dem Raumdunkel hervortreten. (Badisches Tagblatt, 25.2.2023, Hans Dieter Fronz)

 

Barbara Feuz’ Arbeiten entspringen zumeist dem Experimentieren mit Licht und Zeit und damit verbundenen Assoziationen. Die Arbeit „Drosophila & Co“. zeigt Insekten, die vom Licht angezogen werden. Insekten sind einerseits Thema der gestickten Zeichnungen, kehren das Thema aber auch um. Die Insekten selber ziehen durch ihr Leuchten die Blicke der Betrachter im dunklen Raum an. (Aus dem Katalog der Ausstellung Art est métier, Fonds Régional d‘Art Contemporain Alsace, Sélestat /F)


Aus der Serie Drosophila & Co ab 2023, je 32x42cm, Solarfaden auf Tapetenmuster
Aus der Serie Drosophila & Co ab 2023, je 32x42cm, Solarfaden auf Tapetenmuster

Wer die Werke von Barbara Feuz betrachtet, lässt sich auf faszinierende, vielschichtige Welten ein. In Wandbildern, Objekten und Installationen verbindet sie unterschiedliche Medien und erschafft ein reiches Feld an Assoziationen und damit die Möglichkeit, ästhetische Erfahrungen zu gewinnen. Wie Sirenengesänge verführen die Arbeiten mit visuellen Qualitäten und öffnen sich zugleich in abgründiger Bedeutung.

 


Wacher Hund  Tiere aus Gips, Zeichnung mit Fluoreszenzfaden, Internationale Biennale der Zeichnung, Stadtgalerie Pilsen, Tschechien 2015
Wacher Hund Tiere aus Gips, Zeichnung mit Fluoreszenzfaden, Internationale Biennale der Zeichnung, Stadtgalerie Pilsen, Tschechien 2015

Unverzichtbarer Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit ist das Zeichnen. Oszillierend zwischen Raum und Fläche bedeutet es für die Künstlerin Freiheit, visualisiertes Denken und Seelenbild zugleich, spontanes Realisieren und konzeptuelle Analyse. Sie erforscht damit sichtbare und unsichtbare Räume und erschafft neue Zwischenwelten. Im Zeichnen liegt für sie der Ursprung einer schöpferischen Welt. Duktus und Materialisierung zeigen sich in einer grossen Bandbreite. Linien können Felder aufspannen, Ornamente bilden, zu Geweben wachsen, als Spiel mit Fäden den Raum erobern und sich zu irisierenden Knäueln verdichten. Neben der Zeichnung sind es Textilien und Materialien, die die Künstlerin faszinieren und Eingang in ihre Installationen finden.

(Iris Kretzschmar lic. Phil.)

 

Changeant Wandinstallation seit 2022 Reliefs aus gefalteten Laserkopien von Stoffmustern, Installation 1.60x1.40m
Changeant Wandinstallation seit 2022 Reliefs aus gefalteten Laserkopien von Stoffmustern, Installation 1.60x1.40m

Die Arbeit «Changeant» irritiert den Blick des Betrachters durch den Anschein einer textilen Oberfläche, die sich beim intensiven Betrachten als gefaltetes Papier entpuppt.

 








Ensemble seit 2021 sich langsam drehende Objekte, Kleidungsstücke, Zeichenpapier, Zeichnung 2x2x2m, Stadtgalerie Bern, 2021-22
Ensemble seit 2021 sich langsam drehende Objekte, Kleidungsstücke, Zeichenpapier, Zeichnung 2x2x2m, Stadtgalerie Bern, 2021-22











Barbara Feuz lebt und arbeitet in Basel und Bern.

 

_Studium Innenarchitektur und Kunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz

und Kunsthochschule Berlin-Weissensee

_Arbeit in Architektur- und Designbüros.

_Lehrauftrag an der Schule für Gestaltung, Basel

 

Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Kanada.

 

Auszeichnungen

_Förderatelier im Atelierhaus Klingental, Kultur Basel-Stadt

_Atelierstipendium, Cité Internationale des Arts, Paris, Kanton BL

_Main Award, Internationale Biennale der Zeichnung, Pilsen/Tschechien

_Basler Künstlerstipendium

_Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA, für die Ausstellung Wachsen, Sammeln, Bauen in Berlin

und Vancouver/Canada


Dekonstruktion 2023, Strickskulpturen; zerlegte und neu arrangierte Teile eines Kleidungsstückes 1.5x1.5x1.5m
Dekonstruktion 2023, Strickskulpturen; zerlegte und neu arrangierte Teile eines Kleidungsstückes 1.5x1.5x1.5m

Barbara Feuz wird in der Ausstellung TEXIMUS 5 (18. Bis 22. März 2026) in der Altstadthalle Zug

die Installation «Dekonstruktion» zeigen.

 

Textzusammenstellung: Barbara Feuz

Fotos: Barbara Feuz

 

 
 
 

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