gestricke

Aktualisiert: Aug 23

Vertrauend wachsen und geschehen lassen. Neugierig sein – dies ist ja nicht nur beim gestalterischen Experimentieren angesagt, sondern überhaupt im Leben. Immer wieder kommt Neues. Bevor wir wissen, wie wir damit umgehen sollen, müssen wir erst Erfahrungen sammeln und ausprobieren.


Das gestalterische Experiment ist ein Spiel mit dem Neuen. Man hat eine Idee, versucht, reagiert, ändert ab, probiert etwas anderes … So entstanden diese kleinen «gestricke».


Stricken ist wie kaum eine andere Technik geeignet, «es wachsen zu lassen». An eine Masche reiht sich die nächste, eine Reihe folgt der andern. Man kann flexibel auf- und abnehmen, Verästelungen und Ausstülpungen anbringen.

Das Material Papier erinnert an das Aufbewahren von Geschichten. Auch sie wachsen und ändern sich mit der Zeit, passen sich an, werden neu formuliert und interpretiert …


Ausgehend vom Material, einem sehr dünnen Papiergarn, und der Technik Stricken verfolgte ich die Idee «Wachsen». Ich überlegte mir jeweils ein Konzept und verwarf es bald wieder, weil jedes werdende Objekt etwas ganz anderes sein wollte, etwas Eigenes … Die einzige Regel war, ausschliesslich zu stricken ohne etwas zusammenzunähen.


Text und Fotos: Christine Läubli



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