Besichtigung der Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK


Im Jahr 2007 fusionierten die Hochschule Musik und Theater Zürich HMT und die kantonale Hochschule für Gestaltung und Kunst HGKZ zur Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. 2014 bezog die ZHdK ihren eigenen Campus im vormaligen Toni Areal, einer ehemaligen Milchfabrik. Damit sind fünf Departemente unter einem Dach vereint. Das Kultur- und Bildungszentrum ist europaweit ein einzigartiges Projekt. Mehr als 2000 Studenten gehen täglich ein und aus; dazu gesellen sich Dozierende und Besucher ... eindrücklich!







Wir vier TAFch-Frauen hatten uns am 18. November 2021 bei Sigrid Wick zu einem Besuch angemeldet, mit dem Ziel den Kontakt aufrecht zu erhalten und dem Versuch junge Textilschaffende für die Teilnahme am nächsten Teximus Wettbewerb zu gewinnen.

Sigrid Wick, Jurorin am 3. Teximus Wettbewerb und Gruppenleiterin der 2D Werkstätten, führte uns fachkundig durch die neun Fachwerkbereiche – Holz, Kunststoff, Modellbau, Keramik, Metall, Papier, Siebdruck, manuelle Drucktechnik und Textil.


Alle Werkstätten werden durch einen Verantwortlichen betreut, an welchen sich die Studierenden und Dozierenden bei Fragen zu Materialien und Techniken wenden können. Es steht eine Vielfalt an Geräten zur Verfügung, welche zu

bedienen gelernt sein will.































































In den Werkstätten wird, je nach Studiengang, in Klassen oder einzeln, in Modulen oder an freien Projekten gearbeitet. Wer einen Einführungskurs absolviert hat, darf während den äusserst grosszügigen Öffnungszeiten die Werkstätten auch selbstständig benutzen.

In knapp zwei Stunden bekamen wir eine in Anbetracht des kurzen Zeitfensters oberflächliche Einsicht ins kreative Schaffen und Werken. Man tüftelt an Prototypen im Industriedesign, stellt Modelle her für Theater- oder andere Veranstaltungen, sucht nach Anwendungsmöglichkeiten für Recycling-Material … Die Wände in den Korridoren sind gleichzeitig Ausstellungsraum und eine Art Leinwand, wo gezeichnet, gemalt und informiert werden darf.











Sigrid ist froh, dass endlich wieder in Präsenz gearbeitet werden kann; die Covid-Situation hatte sich schwer auf den Unterricht ausgewirkt. In der Textilwerkstätte wird genäht, gedruckt und gestickt. Leider ist das Weben nicht (oder wie Sigrid sagt «noch nicht») im Angebot, auch wenn das Interesse an diesem Handwerk wieder wächst. Das Stofflager heisst «Guantanamo», da es abgeschlossen hinter Gittern liegt.


















Es sind vor allem unifarbige Baumwollstoffe vorrätig. Der Grund dafür liegt in der Auflage, den Studierenden Stoffe so billig wie möglich anzubieten und vor allem auch nachhaltig einzukaufen – eine nicht immer einfache Aufgabe, wie Sigrid uns anvertraut.






























































Persönlich würde ich gerne die Uhr um 30 Jahre zurückdrehen und mich in das eine oder andere Modul einschreiben ... Aber ganz sicher würde es mich interessieren, auch die restlichen Angebote im Toni Areal zu besichtigen!

Die ZHdK bietet noch viel mehr:

https://www.zhdk.ch


Text: Bea Bernasconi

Bilder: Bea Bernasconi, Christine Läubli, Claudia Häusler


47 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen